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Die georgisch orthodoxe Apostelkirche

Georgien gehört zu den ältesten christlichen Nationen der Welt. Die ältesten archäologischen Funde deuten auf christliche Einflüsse ab dem 1. Jahrhundert hin. Im Jahre 327 wurde das Christentum zur Staatsreligion Iberiens erklärt.

Das Recht auf Selbstregierung, die Autokephalie, erlangte die Kirche im 5. Jahrhundert und der Bischof von Iberiens Hauptstadt Mzechta wurde in den Rang eines Katholikos erhoben. Als sich Georgien im 11. Jahrhundert staatlich vereinigte wurde dem Katholikos zudem der Rang eines Patriarchen zuerkannt. Seither nennt sich das georgische Kirchenoberhaupt nennt Katholikos-Patriarch von Gesamt-Georgien.
Im Zuge der jahrhundertelangen Besetzung Georgiens im Mittelalter durch die Perser, Araber, türkische Seldschuken, Choresmier und Mongolen entwickelten sich der christliche Glaube und die orthodoxe Kirche im Volk zu einem Symbol der einheitlichen georgischen Nation. Der Kampf für die Unabhängigkeit des eigenen Landes wurde identisch mit der Verteidigung der orthodoxen Kirche.
Die Sowjetunion und ihr gepredigter Atheismus standen in einem schroffen Gegensatz zu der traditionellen Verbundenheit der Georgier zu Religion. Seit der Unabhängigkeit ist der georgische Staat wieder eng mit der Kirche verbunden und die Kirche bezieht aktiv Stellung zum politischen Geschehen.

Wie alle Christen glauben die georgischen Orthodoxen an einen allmächtigen und bedingungslos liebenden Schöpfergott, an die Bibel (Altes und Neues Testament) als Heiliges Buch, an Jesus Christus und die Dreieinigkeit (Vater, Sohn und Heilige Geist).
Besondere Stellung hat dabei die Ikonenverehrung. Die Verehrung einer Ikone ist nicht mit der Anbetung zu verwechseln, die nur Gott zukommt! Es geht vielmehr um die Verehrung der symbolisierten Wahrheit „hinter“ dem Bild.

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