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Die armenisch-apostolische Kirche

Die armenisch-apostolische Kirche gilt als die älteste Staatskirche der Welt. Sie wird auch „Apostolische, Orthodoxe, Heilige Kirche der Armenier“, „Armenisch-Orthodoxe Kirche“ oder „Armenische Gregorianische Kirche“ genannt.

Ihr Ursprung reicht in das Jahr 301 zurück, als das damalige Königreich das Christentum offiziell annahm. Der Name verweist auf die frühe christliche Missionierung durch die Aposteln Thaddäus und Bartholomäus während des 1. Jh. zu Zeiten der Perser. Der eigentliche Gründer ist aber der Heilige Gregor, der Erleuchtete (arm. Grigor Lussavoritsch). Er ist der erste Katholikos, d.h. das erste Oberhaupt der Armenischen Kirche. Seit 1441 ist Edschmiatsin das Zentrum der Kirche und Sitz des Katholikos.

Wie alle Christen glauben die armenisch-apostolischen Christen an einen allmächtigen und bedingungslos liebenden Schöpfergott, an die Bibel (Altes und Neues Testament) als Heiliges Buch, an Jesus Christus und die Dreieinigkeit (Vater, Sohn und Heilige Geist).
Zentral ist dabei die Überzeugung der armenischen Kirche, dass Jesus Christus der menschgewordene Sohn Gottes ist. Dabei ist in Jesus Christus die göttliche und die menschliche Natur untrennbar und unvermischt vereinigt, d.h. in der Person Christi sieht die armenische Kirche die „eine Natur des fleischgewordenen Gottes“. Der Mensch könne ferner nur durch Jesus Christus erlöst werden.

Im Gegensatz zum katholischen Christentum lehrt das armenische Christentum, dass der Heilige Geist nur vom Vater hervorgeht. Es akzeptiert auch nicht den Papst als Oberhaupt und Leiter der gesamten christlichen Kirche, da es die Unfehlbarkeit des Papstes nicht anerkennt, und es glaubt auch nicht an die unbefleckte Empfängnis von Maria.

Die armenische Kirche hat für den Zusammenhalt des armenischen Mutterlandes und die vielen Kirchengemeinden in der Diaspora eine zentrale Bedeutung.

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